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Entstehung von Krebs

Der Ausdruck „Krebs“ oder bösartiger Tumor beschreibt das unkontrollierte Wachstum von entarteten, körpereigenen Zellen. Der Begriff „Krebs“ wurde im 5. Jh. v. Chr. vom griechischen Arzt Hippokrates eingeführt (karkinos (griech.) = Krebs). Es war ein „nicht heilendes Geschwür” gemeint, das wegen seines Wachstums mit den Zangen eines Krebses verglichen wurde. Hippokrates verglich das Bild einer Strandkrabbe mit der Beobachtung eines auf der Brust einer Frau fortgeschritten wachsenden bösartigen Tumors (Brustkrebs = Mammakarzinom). Das Wort „Tumor“ bedeutet nur „Schwellung“. Somit ist ein Tumor nicht automatisch eine bösartige Geschwulst und nicht gleichbedeutend mit Krebs.

Mehr als hundert Billionen Zellen bilden die Gewebe und Organe unseres menschlichen Körpers. Jede einzelne Zelle wächst, teilt sich möglicherweise, reift heran und verrichtet ihre spezifische Arbeit – stets im Einklang mit benachbarten Zellen. Werden Zellen zu alt oder nicht mehr gebraucht, sterben sie gezielt (Apoptose = programmierter Zelltod) und werden durch neue Zellen ersetzt. Dieser Zyklus wiederholt sich ständig, wobei im Laufe eines Jahres eine Lebendmasse ab- und wieder aufgebaut wird, die etwa dem eigenen Körpergewicht entspricht !

Der Bauplan einer Zelle ist als Information in der Erbsubstanz, der DNA (DNA = desoxyribonucleic acid, im deutschen auch DNS = Desoxyribonukleinsäure) festgelegt.

Wachstum und Entwicklung der Zelle kann von innen und außen beeinflusst werden. Da die Regulationsmechanismen komplex sind , wird das genaue Zusammenwirken einzelner Faktoren zum Teil noch nicht genau verstanden. Äußere Einflüsse, wie Ernährung, Lebensgewohnheiten, Tabakrauch, UV-Strahlung, Chemikalien und Virusinfektionen können einen erheblichen Einfluss auf eine gesunde Zelle nehmen und durch Schädigung der Erbsubstanz zu Veränderungen führen. Auch innere Faktoren wie z.B. genetische Veranlagung, der Zustand des Immunsystems, Lebensalter und beim Brustkrebs vor allem auch hormonelle Einflüsse spielen eine Rolle.

Bei der Entstehung von Krebs spielen sogenannte „entartete Zellen“, deren Charaktereigenschaften verändert sind, eine entscheidende Rolle. Insbesondere zeigen diese Zellen Veränderungen der Erbsubstanz, also Schädigungen der DANN. Diese Schäden des Erbmoleküls DNA können in einigen Fällen sogar vererbt und an kommende Generationen weitergegeben werden. Überschreitet die Veränderung der Zellen einen bestimmten Grad, kann sich eine Zelle den Regulationsmechanismen, die Wachstum und Teilung kontrollieren, entziehen. Die Folge ist, dass sich die Zelle ohne Rücksicht auf ihr Umfeld vermehrt und kann – sofern sie nicht vorher von den Abwehrmechanismen des Körpers erkannt und vernichtet wird – einen bösartigen Tumor bilden. Nicht alle Zellen bilden bösartige Tumoren. Leukämische Zellen zirkulieren im Blutstrom oder durch Blut bildende Organe und breiten sich dort aus.

Wenn Krebszellen wuchern, ist dies nicht notwendigerweise lebensbedrohlich. Kritisch wird es, wenn durch ein Geschwür die Funktion lebenswichtiger Organe soweit eingeschränkt wird, dass der Körper stirbt. Noch kritischer ist die Situation, wenn sich einzelne Zellen vom Ursprungstumor lösen und über die Blut- oder Lymphgefäße in andere Organe gelangen, sich absiedeln und dort ihr zerstörerisches Werk fortsetzen. Dieser Prozess wird Metastasierung genannt.

Krebs ist nicht gleich Krebs !

Manche bösartige Tumoren wachsen nur örtlich, andere bilden schon sehr früh Tochtergeschwülste (Metastasen) aus. Für jede Krebsart gibt es mehrere und für den Erkrankten individuelle Behandlungsmöglichkeiten.

Mit dieser Broschüre soll Ihnen eine Übersicht über die häufigsten Krebsarten gegeben werden. Bei speziellen Fragen sollte Ihnen der behandelnde Arzt oder auch die Autoren der Artikel zur Verfügung stehen.